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24.08.2015 Winziger Riese

Mein winziger Lichtriese

 

Heute möchte ich Euch im Rahmen meines Foto – Blog – Projektes http://www.tom-bloggt-seinen-alltag.de/category/foto-blog-projekt-365-days-365-moments-of-my-life/  mit dem Foto vom 24.08.2105 meinen winzigen Lichtriesen vorstellen. Mein Objektiv  http://Nikon AF-S DX Nikkor 35mm 1:1,8G Objektiv (52mm Filtergewinde)

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Weshalb bezeichne ich es als winzigen Lichtriesen? Die Aufklärung dazu gibt es später. Erst einmal erkläre ich Dir, warum und für was ich dieses Objektiv geholt habe. Dieses Objektiv war nach meinen Kitobjektiv Nikon AF-S DX Nikkor 18-105mm/3,5-5,5  das zweite Objektiv, welches ich mir für unsere Kamera Nikon D5100 gekauft habe.

 

Warum habe ich es mir gekauft?

 

Das Kitobjektiv war und ist sehr gut. Aber es ist bei dunklen Lichtverhältnissen nicht besonders lichtstark.

 

Was ist ein lichtstarkes Objektiv? Eine Erklärung dazu:

 

Was heißt „lichtstark“ bzw. „Lichtstärke“? Ein Objektiv ist dann lichtstark, wenn es seine Blende sehr weit öffnen kann. Die Blende bestimmt, wie viel Licht innerhalb kürzester Zeit auf den Kamerasensor fällt. Je offener man die Blende eines Objektives stellen kann, um so mehr Licht fällt dann in dieser Zeit auf den Sensor. Stell Dir dazu bitte einmal vor, daß Du einen Wassereimer befüllen möchtest. Je größer nun die Wasserhahnöffnung ist, um so mehr Wasser fließt innerhalb kürzester Zeit aus dem Wasserhahn in den Eimer. Auf die Nachteile einer sehr offenen Blende bzw. einer zu großen Wasserhahnöffnung komme ich gleich noch zurück.

Auf ein lichtstarkes Objektiv bezogen heißt dies, daß man bei schlechten Lichtverhältnissen immer noch mit kurzen Belichtungszeiten fotografieren kann. Warum sind kurze Belichtungszeiten wichtig? Man könnte ja schließlich auch längere Zeiten wählen. Kurze Zeiten sind notwendig um schnelle Bewegungen, wie sie zum Beispiel Bands bei ihrem Konzertauftritt machen, so zu fotografieren daß die Bewegungen noch scharf und nicht verwischt abgebildet werden. Außerdem sind kurze Belichtungszeiten notwendig, damit man auch selbst nicht das Bild verwackelt. Jetzt sagst Du sicher „Tom, kein Ding. Ich habe es jetzt verstanden. Möchte ich ein scharfes Foto haben, dann muß ich eine schnelle Belichtungszeit einstellen.“. Leider ist dies aber nicht so einfach zu handhaben.

Wenn ich jetzt mein Kitobjektivnehme, welches eine offene Blende von f3,5-5,6 hat und nun mit dieser offenen Blende fotografiere, sowie eine kurze Belichtungszeit zum Beispiel bei einem Konzert einstelle, dann ist das Foto anschließend höchstwahrscheinlich sehr dunkel. Da ich in diesem Fall nun aber unbedingt eine kurze Belichtungszeit benötige, müßte ich einen Blitz nehmen. Damit stelle ich sicher, daß bei einer kurzen Belichtungszeit genug Licht vorhanden ist und das Bild damit scharf und auch hell abgebildet wird. Das Problem in diesem Fall ist aber, daß durch den Blitz die besondere Atmosphäre bei einem Konzert flöten geht und daß der Einsatz eines Blitzes bei Konzerten oftmals nicht gern gesehen ist oder sogar verboten ist.

Wenn ich jetzt jedoch mein Nikon 35mm 1.8 nehme, welches eine offene Blende von f1,8 hat und nun mit dieser offenen Blende fotografiere, sowie eine kurze Belichtungszeit bei einem Konzert einstelle, dann hat das Foto anschließend höchstwahrscheinlich die richtige Helligkeit. Die besondere Konzertatmosphäre ist in diesem Fall zu sehen und auch die Musiker werden durch das Fotografieren nicht bei ihren Konzert gestört. An dieser Stelle komme ich auch auf den Nachteil, welcher aber für kreatives Fotografieren auch ein Vorteil sein kann, zurück. Du erinnerst Dich bestimmt daran, daß ich eben noch geschrieben hatte, daß bei einen lichtstarken Objektiv man die Blende sehr weit aufmachen kann und darum also in kürzester Zeit sehr viel Licht auf den Fotosensor fällt. Ich verglich es mit einer sehr großen Wasserhahnöffnung, mit welcher man sehr schnell einen Wassereimer befüllen kann. Nur; was passiert wenn Du eine sehr große Wasserhahnöffnung hast, aber Du damit keinen Wassereimer sondern eine Flasche befüllen möchtest? Richtig, das meiste Wasser geht an der Flasche vorbei und nicht in die Flasche rein. Was tust Du nun? Du drehst den Wasserhahn zu. Damit kommt weniger Wasser aus dem Hahn und es geht mehr Wasser in die Flasche direkt rein. Auf die Blende nun bezogen bedeutet dies:

  •  Objekte, welche man mit sehr offener Blende fotografiert, werden nur in einem recht kleinen Bereich scharf abgebildet. der restliche Bereich bleibt unscharf. Diesen „Nachteil“ kann man allerdings sehr gut für die kreative Fotografie nutzen. Sicher hast Du bei den Fotos in Zeitschriften schon gesehen, wenn Menschen oder Tiere oder Gegenstände klar dargestellt sind, während der Hintergrund verschwimmt bzw. unscharf ist. Diesen Effekt bekommt man unter Anderem mit einem lichtstarken Objektiv hin. Dadurch, daß die Blende sehr weit geöffnet ist, wird nur ein kleiner Bereich scharf und der Rest bleibt unscharf.  Dieser Effekt hängt natürlich auch noch von anderen Sachen wie dem Abstand des abzubildenden Objektes zum Hintergrund und Vordergrund ab. Das ist jedoch recht kompliziert zu erklären und würde darum diesen Rahmen hier sprengen. Man kann also solch ein Objektiv wie ein 50mm 1.8 oder 35mm 1.8 oder auch 85mm 1.8 sehr kreativ einsetzen. Es gibt natürlich auch noch Objektive mit einer maximalen offenen Blende von 1,4 oder 1,2. Diese sind jedoch verdammt teuer.
  • Schließt man nun die Blende stärker, so vergrößert sich der Bereich, welcher scharf abgebildet wird. Es verkleinert sich dann allerdings auch der Unschärfebereich.

Mit einem lichtstarken Objektiv wie mit meinem Nikon 35mm 1.8 kann man also ganz leicht bei schlechten Lichtverhältnissen gute Fotos machen? So einfach ist es leider nicht. Denn auch das lichtstärkste Objektiv kommt bei schlechten Lichtverhältnissen an seine Grenzen. Dann ist entscheidend den Zusammenhang zwischen Blende und Belichtungszeit sowie ISO zu kennen. Da dies aber recht umfangreich ist und den Rahmen von diesen Beitrag sprengen würde, gehe ich demnächst darauf besser und ausführlicher ein. Wenn Du meinen Newsletter abonnierst, dann verpaßt Du es nicht. Oder aber Du erkundigst bei Onkel Google, was es mit dem Zusammenhang zwischen Blende und Belichtungszeit sowie ISO auf sich hat.

 

Ich brauche ein lichtstarkes Objektiv

 

Nun kommen wir zu dem Hauptgrund, warum ich dieses Objektiv gekauft habe. Meine Frau und ich, wir waren wenige Wochen nach unseren Zypern – Urlaub bei einem Konzert von dem Sänger Kieron. Dieses Konzert fand in einer Bar mit clubähnlichen Charakter statt. Da meine Frau ein Fan von ihm ist, hatten wir natürlich unsere Nikon D5100 mit dem Kitobjektiv mit dabei. Wir fotografierten ihn bzw. versuchten es. Die Bilder wurde dort nämlich nicht wirklich gut. Ich brauchte ein anderes Objektiv, welches für solche Situationen besser geeignet ist als das Kitobjektiv.

 

Warum ausgerechnet ein lichtstarkes Objektiv mit 35mm und nicht mit 50mm oder 85mm?

 

An dieser Stelle muß ich einem gewissen Matthias ein sehr sehr großes Dankeschön aussprechen. Ihn sowie seine Freundin lernten  meine Frau und ich in unseren Urlaub auf Zypern kennen. Er hatte damals genau so wie ich erst seit Neusten eine Spiegelreflexkamera. Nur hatte er eine Canon EOS 600D, während ich die Nikon D5100 hatte. Hier noch einmal kurz der Link in meinen Blog, wo es um diese Kamera von mir geht und warum ich ihr damals den Vorzug vor der Canon 600D gegeben hatte: http://www.tom-bloggt-seinen-alltag.de/2015/09/17/16-08-2015-mein-erstes-mal/ Und über was unterhalten Männer sich meistens? Richtig, über Frauen und Autos und halt auch Technik. Da sowohl der Matthias als auch ich ein neues Spielzeug hatten, nämlich unsere Kameras, unterhielten wir uns am Pool rege über unsere Kameras. Wie ich schon einmal geschrieben hatte, war ich am Anfang nicht wirklich ein begeisteter Fotograf gewesen. Sondern meine Frau war mit voller Begeisterung dabei und auch der Matthias war von Anfang ein begeisteter Fotograf gewesen. Er steckte mich auch mit seiner Begeisterung an und so hörte ich seinen Ausführungen interessiert zu. Denn von ihm konnte Einiges lernen. Besonders über den Zusammenhang von ISO, Blende und Belichtungszeit sowie über die Vorteile von Festbrennweiten wie sein Canon Objektiv 50mm 1.8.

Wieso rede ich jetzt plötzlich von einem Canon Objektiv und nicht mehr von meinen Nikon 35mm 1.8? Ganz einfach, er hatte damals das Canon 50mm 1.8 mit dabei und auf seiner Kamera drauf. Damit konnte er mir perfekt die Vorteile einer lichtstarken Festbrennweite erklären. Er erklärte mir auch, warum ein 50mm 1.8 Objektiv das ideale Portraitobjektiv für eine Cropkamera wie die Nikon D5100 oder die Canon 600D ist. Ein 35mm 1.8 Objektiv dagegen ist zwar kein reines Portraitobjektiv,  aber es ist flexibler einsetzbar als ein 50mm und mit viel Können kann man es auch als Portraitabjektiv einsetzen. Da eine 35mm Brennweite ein Gesicht sehr lang ziehen kann und es darum unvorteilhaft darstellen kann, ist eine 35mm Brennweite in der Portraitfotografie nur etwas für Könner. Die 35mm Festbrennweite hatte jedoch mehre Vorteile, aufgrund dessen sie sehr flexibel ist:

  • es kann aufgrund seiner 35mm auch sehr gut als leichtes Weitwinkelobjektiv eingesetzt werden kann
  • es kann aufgrund sehr Handlichkeit und Unauffälligkeit sehr gut für die Streetfotografie eingesetzt werden
  • es kann aufgrund dessen daß es ein leichtes Weitwinkelobjektiv ist, sehr gut für die Landschaftsfotografie benutzt werden
  • es kann, aufgrund dessen daß es als leichtes Weitwinkelobjektiv einen sehr großen Bereich abbildet und auch eine sehr offene Blende hat, auch für die Sternenfotografie eingesetzt werden

Er fand darum das Canon 35mm 1.8 auch sehr gut. Nur ist es aber bei Canon so, daß ein 50mm 1.8 Objektiv nur ca. 100 Euro kostet. Ein Canon 35mm 1.8 gibt es jedoch nicht. Es gibt es nur als 35mm 2.0 und dazu ist es mit rund 500 Euro wesentlich teurer als das Canon 50mm 1.8. Bei Nikon ist da die Entscheidung schon einfacher oder auch ( je nachdem, wie man es sieht) schwierigen. Hier kosten das 35mm 1.8 und das 50mm 1.8 mit rund 170 Euro annähernd gleich viel.

 

Kommen wir nun zurück zu dem Konzert von Kieron, wo meine Frau und ich mit unserer Nikon D5100 samt Kitobjektiv waren und wo das Kitobjektiv versagte. An diesem Abend fielen mir wieder die Worte von Matthias ein. Was er mir über lichtstarke Festbrennweiten bzw. allgemein lichtstarke Objektive erzählt hatte. Nun stand ich also vor der Wahl, ob ich uns lieber ein Nikon 35mm 1.8 oder 50mm 1.8 kaufe. Mein Gedanken gingen in die Richtung, daß mir zwar klar war irgendwann auch Portraits zu fotografieren, aber ich erst einmal vor allem in Clubs und anderen kleinen Locations Bands fotografieren wollte. Und somit kaufte ich dann für uns dieses Nikon Objektiv 35mm 1.8. Ein 50mm 1.8 oder gar 85mm 1.8 wäre in kleinen Clubs von der Brennweite her viel zu lang gewesen und die Gefahr bestand, nicht Alles aufs Foto zu bekommen bzw. ich hätte da nicht genug Platz nach hinten gehabt. Also kaufte ich mir das http://Nikon AF-S DX Nikkor 35mm 1:1,8G Objektiv (52mm Filtergewinde) . Beim nächsten Konzert von Kieron konnte ich es dann auch das erste Mal ausprobieren. Und jawohl, es tat genau so seine Sache, wie ich es mir vorgestellt hatte.

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Später dann kommen noch viele andere Fotos, welche ich mit diesem tollen Objektiv gemacht hatte, dazu.

 

Warum ist es ein winziger Lichtriese?

Nun zum Schluß kommen wir zu der Frage, warum ich es als winzigen Lichtriese bezeichne. Nun ja, im Vergleich zu meinem Kitobjektiv Nikon AF-S DX NIKKOR 18-105mm/3,5-5,6G ED VR Objektiv

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ist der Lichtriese winzig.

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Besonders drastisch sieht man dies, wenn noch zusätzlich die Kamera angeschlossen ist.

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Ohne der Gegenlichtblende wird es dann noch wesentlich kompakter.

 

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Da die Kombi Nikon D5100 + 35mm 18 so kompakt und handlich ist, paßt sie auch sehr gut in meinen Arbeitsrucksack hinein und war darum bestens geeignet um die Fotos für mein Foto – Blog – Projekt zu machen. Denn seien wir mal ehrlich; man nimmt immer nur die Sachen überall hin mit, welche möglichst leicht sind und welche keinen Platz groß weg nehmen. Hier nun noch ein paar Fotos, welche ich mit dieser Kombi gemacht hatte:

Nachts in den Strassen von Dortmund:

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Ich durfte kreativ sein:

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Landschafts- bzw. Brückenaufnahmen:

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Abstrakte Aufnahmen ( wurde hier aber stark mit Bildbearbeitungsprogramm bearbeitet):

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Innenaufnahmen von Gebäuden:

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Aussenaufnahmen von Gebäuden:

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Tieraufnahmen:

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Naturaufnahmen:

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Die Qualität des Objektives

Obwohl es sehr klein ist und auch aus Plastik besteht, so zeichnet es sich doch durch eine sehr gute Qualität aus. Ich würde es mir darum jederzeit wieder kaufen.

 

 

 

 

 

 

 

 

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