Kyra als Hundebild am Strand

Kyra – was für ein verrücktes Hundeleben

Wenn Hunde reden könnten … wie würden diese Gespräche wohl aussehen? Kyra – was für ein verrücktes Hundeleben, ist mein zweites Buch, das ich schrieb. Nicht nur das … es ist auch mein erstes Buch, das ich gemeinsam mit meiner Frau schrieb.

Hier findest Du unser Buch „Kyra – was für ein verrücktes Hundeleben“ exklusiv auf Amazon.

Worum geht es in diesem Buch?

Kyra, unsere Golden Retriever Dame erzählt aus ihrem verrückten Hundeleben und lässt Dich dabei an ihren Abenteuern teilhaben.  Sie legt dabei einen einmalig naiv arroganten Humor an den Tag und gibt Dir auch den einen oder anderen Tipp im Umgang mit einem Hund.

Ein paar Leseproben aus ihrem Buch

Irgendwann, mitten in der Nacht, fängt irgendwas in meinen Bauch an zu grummeln. Das ist so heftig, dass ich aus meinen schönsten Träumen gerissen werde.

„Was ist das, das in meinem Bauch solch Krach macht?“, frage ich mich erschrocken.

Jetzt fängt das auch noch an zu drücken. Dieser Druck wird zudem immer schlimmer. Ich muss dringend aufs Klo. Denn in mir ist etwas drin, das mit Nachdruck ganz schnell raus will.

Oh Schreck … wo sind meine Herrschaften? Merken die denn garnicht, was los ist? Verdammt, die liegen im Bett, schlafen fest und bekommen nicht mit, dass hier gleich die Hölle los bricht. Aufstehen, Leute! Ich muss dringend auf den Topf!

Was soll ich tun? In der Hoffnung, dass sie gleich wach werden und mit mir zur Wiese runter gehen, laufe ich nervös auf und ab. Aber nö, meine Herrschaften schlafen tief und fest.

Man, das gibt es doch garnicht! Jetzt muss ich auch noch Pinkeln und habe damit das zweite Problem an der Backe.

Oh oh …  ich kann es nicht mehr lange halten! Panisch laufe ich durch die Wohnung, um einen Platz zum Erleichtern zu finden.

Mist, es ist zu spät und nun kommt raus was raus will. Liebe Nicki und lieber Tom … ich will es nicht, aber es geht nicht anders. Darum lasse ich es nun einfach laufen und pinkle ins Wohnzimmer. Boah, was für eine Erleichterung!

Oh verdammt, das war nicht alles! Der Druck in mir wird immer größer und ich gebe auch ihm nach. Hui, das tut gut. Befreit drehe ich mich um. Was ist das? Mitten im Wohnzimmer sehe ich einen großen Haufen vor mir, der fürchterlich stinkt. Daneben eine riesengroße Pfütze.

„Das ging wohl ganz schön in die Hose und wird mächtig Ärger für mich geben. Aber, was sollte ich auch tun? Was mache ich jetzt am besten? Am besten, lege ich mich erstmal wieder hin und tue so, als wäre nichts passiert. Wenn meine Herrschaften gleich das Unglück sehen, werde ich einfach lieb gucken und mit dem Schwanz wedeln. Dann können sie mir einfach nicht mehr böse sein“, denke ich mir und schlafe wieder ein.

* * *

Durch Geräusche in der Wohnung erwache ich aus meinen unruhigen leichten Schlaf. Kurz darauf kommt mein Frauchen ins Wohnzimmer. Sie sieht den Haufen sowie die große Pfütze, schaut mich an, schaut sich wieder den Haufen an und schaut wieder mich an.

Ich werde kleiner und kleiner und denke nur noch: „Oh oh, jetzt kracht es gleich und ich kriege richtig Ärger.“

Na gut, dann stehe ich auch mal auf, wedle mit dem Schwanz und schaue sie ganz lieb an. Vielleicht schimpft sie dann nicht mit mir.

Nicki kommt auf mich zu und will mich wohl streicheln.

„Puh … nochmal gut gegangen. Gut, dass ich den Trick mit dem Schwanzwedeln und dabei lieb gucken drauf habe“, denke ich mir erleichtert.

Auf einmal wird ihr Blick jedoch sehr böse, sie greift mich in den Nacken und zieht mich zum Haufen. Nein! Nicht dort hin, das stinkt wie verrückt! Außerdem tust du mir voll weh! Beim Haufen angekommen, drückt sie meinen Kopf auch noch zu ihm runter. Sie wird doch nicht etwa meine schöne und empfindliche Nase in diesen abartig stinkenden Haufen drücken?!

Kurz davor, es sind wirklich nur noch wenige Millimeter, drückt sie mich nicht mehr tiefer und sagt streng zu mir: „Kyra, was ist das?! Das ist nicht schön! Hörst du, das ist nicht schön!“

„Wieso? Sollte der Haufen schön sein? Ok, dann mache ich für dich und Tom das nächste Mal nen Haufen wie ein Liebesherz. Der sieht dann bestimmt schön aus“, denke ich mir belustigt.

Nach dieser Ansage lässt sie mich los. Schnell gehe ich ihr aus dem Weg. Mein Frauchen verlässt das Wohnzimmer. Kurze Zeit später ist sie wieder mit einem großen Eimer da.

„Soll ich jetzt noch einen Haufen in den Eimer machen und rein pinkeln? Leute, das geht leider nicht. Jetzt jedenfalls noch nicht. Denn ich bin leer und habe Hunger“, denke ich mir amüsiert.

Den Eimer stellt sie hin und geht in die Küche, um noch eine ganze Rolle Küchentücher sowie eine große Mülltüte zu holen.

„Was soll das werden?“, frage ich mich.

Sie nimmt die Küchentücher und will damit meinen Haufen entfernen. Weil er jedoch so sehr stinkt, dass sie würgen muss, kann sie dies nicht.

Der Haufen muss aber weg. Darum öffnet sie ganz weit das Fenster sowie die Balkontür, geht kurz auf den Balkon und holt tief Luft. Danach kommt sie wieder ins Wohnzimmer, hält dabei die Luft an und macht ein Stück von dem Haufen weg. Das wiederholt sie solange, bis mein Unglück entfernt ist.

„Jetzt ist die Welt wieder in Ordnung“, denke ich und laufe freudig zu Nicki hin.

„Was stinkt hier so?“, fragt Tom, der plötzlich in der Tür steht und kräftig die Nase rümpft.

Sie erklärt ihm, was passiert ist.

Er schaut mich streng an und ich denke: „Verdammt, jetzt gibt es den nächsten Ärger für mich.“

Plötzlich lacht er los und sagt zu ihr: „Hey Darling, schöne Morgenüberraschung. Oder?“

„Haha … witzig. Während der Herr noch schön schlief und bestimmt von anderen Frauen träumte, durfte ich den Mist hier weg machen. Echt toll!“, antwortet sie ihm wütend.

Er nimmt sie daraufhin in die Arme, schaut ihr tief in die Augen und küsst sie.

Kurz darauf lässt er sie los und sagt zu ihr: „Schatz, da warst du wohl echt tapfer gewesen und ich bin darum richtig stolz auf dich. Sei der Kyra bitte nicht mehr böse. Schau mal, sie ist noch ein Baby. Was machen Menschen-Babys? Sie haben sich auch noch nicht so richtig unter Kontrolle. Wenn sie Pinkeln oder Kacken müssen, dann lassen sie es auch einfach raus. Nur, dann geht es nicht in die Wohnung, sondern in die Windel. Das ist zwar besser als ins Wohnzimmer … aber, wenn du da eine Windel wechseln musst … das stinkt dann genauso fürchterlich wie Kyra’s Haufen.“

„Stimmt, du hast recht. Komm, geh du nochmal mit ihr runter. Vielleicht muß sie ja nochmal. Ich stelle ihr inzwischen ihr Futter hin“, erwidert sie, etwas besser gelaunt.

Nein, ich will nicht runter! Viel lieber will ich jetzt was futtern! Egal. Nach der Nummer kann ich es mir nicht erlauben, Stress zu machen und gehe einfach mit.


Auf dem Weg zu meiner Stamm-Wiese komme ich wieder an den beiden Nervensägen vorbei.

„Sagt mal … was ist euer Problem, dass ihr mich ständig ankläffen müsst?!“, denke ich mir und frage sie: „Hey ihr zwei … habt ihr keine Spielkameraden oder andere Lebewesen, die euch mögen? Ich habe jedenfalls einen Spielkameraden.“

Silver ist doch mein Spielkamerad … oder doch nicht? Naja, und wenn nicht, dann ist er zumindest mein Fressen. Egal, ich werde es nachher auf jeden Fall herausfinden.

Kurz darauf kommen wir bei meiner Stamm-Wiese an. Dort toben schon ein paar andere Hunde.

„Hey Leute, ich will auch mit euch spielen!“ denke ich und will los.

Die blöde Leine mit Tom am anderen Ende hindert mich jedoch daran.

„Langsam Kyra … langsam“, ruft er und hält mich weiterhin zurück.

„Wenn ich doch nur mehr Kraft hätte … dann würde ich ihn nur so hinter mir her schleifen“ denke ich mir frustriert.

„Ist es ok, wenn ich die Kleine hier von der Leine lasse?“, fragt mein Herrchen die anderen Hundebesitzer.

Meine Herrschaften fragen das immer, bevor sie mich bei anderen Hunden von der Leine lassen. Blöderweise fragt aber manch Hundebesitzer nicht vor, ob er seinen Hund in unserer Anwesenheit von der Leine lassen darf. Meistens gibt es dann, weil ich in diesem Fall noch an der Leine bin, Probleme. Meine Herrschaften lassen in diesem Fall einfach die Leine los, und ich kann so den anderen Hunden Respekt beibringen.

„Hallo, warum haben sie die Leine losgelassen, so dass ihr Hund jetzt auf meinen Hund losgeht?!“, fragen dann die anderen Hundebesitzer meistens.

„Hätten sie ihren Hund nicht ohne Leine laufen lassen oder ihn, sobald sie uns sahen, an die Leine genommen … dann gäbe es jetzt keine Problem! Und zu mir … ich habe die Leine losgelassen, damit mein Hund sich gegen ihren Köter verteidigen kann!“, schimpft dann Nicki oder Tom immer mit den anderen Hundebesitzern.

Aber heute gibt es hier an meiner Wiese kein Problem. Die andere tollen hier herum. Tom fragte die anderen Hundebesitzer, ob er mich von der Leine lassen kann. Sie sind damit einverstanden.

„Attacke!“, denke ich nur noch und stürme auf die anderen Hunde zu.

Das Spielen macht mir mit ihnen richtig Spaß. Die Zeit vergeht schneller als gedacht.

„Kyra, komm. Es gibt gleich Abendessen. Ab nach Hause!“, ruft mein Herrchen irgendwann.

Ich verstehe gar nichts, und denke mir so: „Sage mal … wann willst du endlich mal Hündisch lernen? Dann verstehe ich dich endlich.“

Da ich ihn nicht verstehe, tobe ich weiter.

„Kyra … hierher!“, befiehlt er mir.

Jetzt verstehe ich ihn. Diesen Befehl bekam ich vorhin von meinen Herrschaften auch ständig beim Hundetraining.

„Ihr müsst euren Hunden klare Befehle erteilen und dürft sie dabei nicht unnötig zulabern. Gebt ihr eueren Hunden keine Befehle; dann tun sie das, was sie für sich für richtig halten. Also merkt euch … den Hunden immer kurze und klare Befehle geben. Dann folgen sie euch auch“, erklärte vorhin der Hundetrainer meinen Herrschaften sowie den anderen Hundebesitzern.

Ich lief daraufhin zu meinem Frauchen oder Herrchen, und bekam dafür ein Leckerli.

Zack … schon bin ich bei Tom. Er streichelt mich, legt mir die Leine an und will mit mir loslaufen.

„Hey … wo bleibt mein Leckerli als Belohnung für meinen Gehorsam?!“, schaue ich ihn fragend an und bleibe stehen.

„Kyra … los jetzt! Nicki hat bestimmt schon unser Futter fertig“, meint Tom zu mir.

„Was hat der Hundetrainer vorhin zu dir gesagt? Du sollst mich nicht zulabern, sondern mir klare Befehle geben“, würde ich am liebsten meinem Herrchen sagen.

Futter? Dieses Wort kenne ich jedoch ganz genau. Wenn ich es höre, dann bekomme ich immer kurz darauf was zu fressen.

* * *

Stürmisch renne ich los, und Tom schimpft wieder mit mir: „Kyra! Nicht so schnell!“

„Alter! Was ist los mit dir?! Es gibt Futter für uns … happi Schappi …  Attacke! Ob es die Katze in ihrem Bau ist? Davon abgesehen … was hat der Hundetrainer vorhin zu dir gesagt? Er sagte, du sollst mir klare befehle erteilen. In diesem Fall hättest du zu mir sagen müssen … Stop … Kyra! Das hast du jedoch nicht getan“, denke ich belustigt und ziehe einfach weiter wie verrückt an der Leine.

About the author