Zum Inhalt springen

Montag ist ein Scheiss – Tag! Wirklich???

Montag ist ein Scheiss – Tag!

Das dachte ich bis vor 16 Jahren, wo ich bei der Deutschen Bahn als Lokführer anfing. Ab da ging ich meine Arbeitswoche oftmals nicht mehr am Montag los, sondern an einem anderen Tag oder aber ich hatte sogar Montags frei. Willkommen im Wechseldienst, wo es nur noch Ruhetage zwischen den Schichten gibt. Aber, ich hatte es so gewollt und ich ging diesen Kompromiss zu Gunsten meines Traumjobs ein.

Warum schreibe ich diesen heutigen Blogbeitrag ausgerechnet an einem Donnerstag, wo doch das Wochenende schon in Sicht ist und nicht an einem Montag?

Ganz einfach, Montags denkst Du voller Bedauern daran, wie schön das Wochenende war und daß es Deiner Meinung nach nur noch (freie) Wochenenden geben könnte.

 

Aber gehen wir noch einmal zurück zu dem Montag von dieser Woche. Wie fing diese Woche an? Richtig, genau so nebelig und grau wie es der heutige Donnerstag ist. Mein Wecker schmiss man letzten Montag um 3 Uhr aus den Bett. Nein, nicht Nachmittags ( das ist Studenten-Aufwachzeit), sondern morgens um 3 Uhr flog ich nach einer viel zu kurzen Nacht aus dem Bett. Entsprechend schlecht gelaunt war ich. Mich jetzt bloß nicht ansprechen. Im Auto dann auf dem Weg zur Arbeit hörte ich coolen Ibiza-Sound. Damit besserte sich meine Laune schlagartig. Als ich dann später beim Bäcker noch leckere Rosinen-Brötchen bekam, war ich entgültig voll da und happy. Mit guter Laune stieg ich in meine Lok und fuhr wenig später los. Mit meinem  Zug, welcher relativ schnell an Geschwindigkeit zu legte, jagte ich durch den Nebel. Nachdem ich meine Endgeschwindigkeit erreicht hatte, ließ ich meine Gedanken ein klein wenig schweifen. Dabei fragte ich mich “ Tom, warum bist Du immer so schlecht gelaunt, wenn Du nach ein paar Ruhetagen wieder zu Schicht mußt  gehst? Du selbst hast Dir diesen Job ausgesucht. Also mach ihn mit Freude und Motivation. Und falls nicht, so suche Dir einen anderen Job, welcher Dir mehr Spaß macht!“. Bei diesen Gedanken lächelte ich. Denn meine innere Stimme hatte recht. Ja, ich bin gerne Lokführer. Aber die Schichten bringen mich teilweise um. Warum bringen mich die Schichten um? Ja, weil Planung teilweise recht eng ist. Aber vor allem, weil mir bis zum letzten Montag die richtige Einstellung dazu fehlte. Nämlich:

  • es ist mein Traumjob, ich habe dafür hart gekämpft
  • wenn mir dieser Job nicht mehr gefällt, dann liegt es an mir dies zu ändern
  • tod kann ich dann sein, wenn ich wirklich tod bin
  • ich lebe jetzt, also sollte mein Leben bunt sein
  • zu meinen bunten Leben gehören auch graue Tage/Montage

Kurz nachdem mir dies Alles klar geworden ist, mußte ich meinen Zug vor einem Halt zeigenden Signal stoppen. Zeit um mein Frühstück heraus zu holen.

1c-2

Jetzt fragst du Dich bestimmt, was dies Alles mit dir zu tun hat. Habe bitte noch ein wenig Geduld, denn die Antwort darauf bekommst Du gleich von mir.

Nach wenigen Minuten kann ich meine Fahrt fortsetzen. Und komme schließlich gut gelaunt und pünktlich in Köln Hauptbahnhof an. Gut gelaunt steige ich aus der Lok und gehe die Treppen runter in die Bahnhofshalle. Nur was sehe ich dort?

Tote Geister

In der Bahnhofshalle kommen mir die meisten Menschen, mit ernsten Gesichtern und den Kaffee to Go Becher in der Hand, eiligen Schrittes entgegen gerannt. Ja es, sind Menschen. Aber so teilnahmslos und ernst, mit toten Gesichtern, bekommt man das Gefühl daß sie einfach nur tote Geister sind. All das bunte Leben, welches sie am Wochenende bzw. ihren freien Tagen hatten; dieses bunte Leben ist einfach weg. Sie sind aus lebensfrohen Menschen zu toten Geistern geworden. Dieser Zustand hält nun mindestens so lange wieder an, bis das Wochenende bzw. die freien Tage in Sicht sind.

2c-2

Nachdenklich gehe ich zu meiner Pause. In meiner Pause mache ich mir so meine Gedanken. Sie kreisen um meinen toten Onkel, welcher an Krebs viel zu früh sterben mußte. Ich frage mich; was er wohl zu solch leblosen Menschen, wie ich es auch oftmals bin, wohl sagen würde. Er würde wahrscheinlich sagen „Du bist jung. Du bist lebendig. Du bist weder tod noch leblos. Also lebe verdammt! Dein Leben ist viel zu kurz, um Dich mit schlechter Laune von einem bunten Leben abhalten zu lassen!“. Mit diesen Gedanken komme froh gelaunt aus meiner Pause und fahre meinen Zug nach Hannover Hauptbahnhof. Nachdem ich in Hannover angekommen bin, meinen Zug verlassen habe und runter in die Bahnhofshalle gegangen bin, stosse ich auf dieses Schild hier “ Die decken Ihren Tagesbedarf an guter Laune zu 100%“. Irgendwie unheimlich. Oder? Als wenn der liebe Gott meine Gedanken vorher lesen konnte.

3c-2

Wer deckt meine gute Laune zu 100 Prozent? Die Schokolade? Ja, die natürlich auch. Aber, die macht auch dick. Wer oder was bringt mir noch gute Laune? Mir bringt es gute Laune, wenn ich am Wochenende auf coolen Partys unterwegs war:

Mir bringt es gute Laune, wenn ich mit unserer Hündin Kyra und auch mit meiner Frau Nicki unterwegs bin.

154c-0051

 

Zu Dir

Nun kommen wir zu Dir. Erkennst Du Dich wieder? Geht es Dir auch so wie mir es ergangen ist? Bist Du auch einer dieser leblosen Geister, welche nur am Wochenende bzw. an den freien Tagen zu Leben erwachen?

Dann habe ich für Dich folgenden Tip: Geniesse das Wochenende bzw. Deine freien Tage. Wenn Du wieder Montags oder an einem anderen Tag zur Arbeit mußt  möchtest, dann denke daran wie bunt das Leben ist. Denke daran, daß Du kein toter Arbeitsgeist bist, sondern ein lebensfroher Mensch bist. Denke daran, daß Dein derzeitiges Leben genau so ist wie es jetzt ist, weil Du es so willst. Übernimm Verantwortung für die Erfüllung Deiner Lebenswünsche.

Ich wünsche Dir an dieser Stelle ein geiles Wochenende.

Habe Spaß, wenn Du auf ner Party bist. Habe auch Spaß, wenn Du mit Deinem/Deiner Freund/in unterwegs bist. Habe Spaß, wenn Du mit Freunden FIFA 16 – [PlayStation 4] auf der PlayStation 4  zockst. Und nimm diese tollen Glücksmomente in die Tage mit, wo Du Dich vielleicht nicht so glücklich fühlst.

15.2c (1 von 1)

 

3 Kommentare

  1. Hallo Tom…

    Ja, Du hast mit Deinem Beitrag den Nagel auf den Kopf getroffen und sicherlich auch sehr vielen Menschen aus dem Herzen gesprochen, denen es ähnlich ergeht.

    Mich freut es, dass Du einen Job hast, den Du Dir selbst erwählt hast – offenbar macht er Dir ja auch meistens nach wie vor Spaß. Das war beim Lesen mein Eindruck.

    Noch schöner wäre es natürlich, wenn man nicht nur an den (freien) Wochenenden das Leben in vollen Zügen (Vorsicht: Wortspiel!) genießen könnte, sondern die ganze Zeit. Denn immer dran denken:

    „Wir leben nicht, um zu arbeiten – wir arbeiten, um zu leben!“

    In diesem Sinne nur das Beste,

    Rainer (aka „Azon-Profi“)

    • Tombloggt Tombloggt

      Hallo Rainer,

      ja der Job als Lokführer macht mir Spaß. Nur merke ich, daß ich spätestens in 10 Jahren da gesundheitliche Schwierigkeiten von wegen Rückenschmerzen und Schlafstörungen bekommen werde. Aus diesem Grund bin ich jetzt schon dabei mir neue Perspektiven, welche mir genau so viel Spaß machen, zu erschließen.
      Verdammt, ich hatte leider es verschwitzt, Dich in diesen Blogbeitrag mit zu erwähnen. Denn Du hattest auch sehr großen Anteil mit daran gehabt, daß der Montag für mich ein guter Montag war. Danke noch einmal.

      • Hallo Tom…

        Ach, zu viel der Ehre… 😉

        Übrigens, denk‘ mal drüber nach, Dir vielleicht das Plugin „Subscribe to comments reloaded“ zu holen und für die Kommentare zu verwenden:

        https://de.wordpress.org/plugins/subscribe-to-comments-reloaded

        Ich bin sicher, Du wirst schnell verstehen, welchen Vorteil dieses Plugin Dir und Deinen Lesern bringt. 🙂

        Es grüßt,

        Rainer

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.