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08.07.2015

Heute gibt es von mir kein Bild, so wie immer, sondern ich versuche mit meinen Worten ein Bild zu zeichnen.
Ich bin heute mal wieder dienstlich zur Űbernachtung in Frankfurt. Als ich gerade mein Abendessen gegessen habe, habe ich folgende Beobachtungen gemacht, mit welchen ich nun ein Bild zeichne.
Ich bestellte mir in dem Selbstbedienungsrestaurant etwas Leckeres und suchte mir nach dem Bestellen eine schöne und verallem ruhige Ecke.
Beim Hinsetzen an meinen Tisch sah ich in der Ecke eine obdachlose Afrikanerin, welche sich dort ausruhte. Nachdem sie bemerkt hatte, dass ich sie kurz nachdenklich beobachtet hatte, stand sie unangenehm berührt auf und ging. Ich wollte ihr noch zurufen dass sie gern bleiben kann, aber da war sie schon verschwunden.
Während ich genüsslich mein Essen futterte, brachte ein Geschäftsmann im edlen Anzug sein Geschirr mit dem halben Essen drauf zum Geschirr Rűckgabewagen.
Eine Minute später, nachdem er weg war, erschien plötzlich ein obdachlose Deutscher. Dieser nahm das Geschirr mit den Essensresten des Geschäftsmannes an sich und begab sich an einen freien Tisch. Man merkte es ihm an, dass er sich dafür schämte. Aber um zu Überleben musste er dies tun und stand nach ein paar wenigen Bissen auf und gingen.
Während ich nun eingehender Menschen beobachtete, stellte ich Trauriges fest. Fast alle ließen ihr halbes Essen bei der Abgabe des Geschirrs auf dem Teller.
Ich finde es skandalös, dass in der heutigen Zeit Menschen unter unwürdigen Zuständen ihr Essen einnehmen müssen, wo andere Menschen garnicht wissen wie gut es ihnen eigentlich geht. Denn Essen ist für die Menschen eigentlich genug da. Es ist nur ungerecht verteilt.
Mit diesen Gedanken und diesem Bild im Kopf ging ich wieder raus in den Frankfurter Hauptbahnhof unbeobachtete dort die Leute bewusster. Dabei fiel mir auf, dass die Leute welchen es eigentlich gut geht ( also den Anzugsleuten ) sehr gehetzt und ohne freundliche Miene unterwegs waren. Die Leute, welchen es jedoch anscheinend nicht so gut geht, waren ruhig und mit freundlicher Miene unterwegs.
Mit diesem Bild im Kopf ging ich dann in mein Hotelzimmer und zeichnete es für Euch.

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