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Freitag’s Gedanken – Lasst nicht zu, daß Angst Euer Leben bestimmt!

Guten Morgen meine Lieben,

wir haben heute wieder Freitag. Es ist darum wieder einmal Zeit, meine Freitag’s Gedanken zu der vergangenen Woche nieder zu schreiben. Meine Gedanken in dieser Woche waren von Angst bestimmt und drehten sich aufgrund der aktuellen Ereignisse vor allem um das Thema „Angst“.

Ich hatte letzten Woche Freitag kaum meine Gedanken niedergeschrieben, warum ich finde daß Fröhlichsein keine Jahreszeit benötigt ( http://www.tom-bloggt-seinen-alltag.de/2015/11/13/freitags-gedanken-warum-brauch-froehlichsein-eine-jahreszeit/ ); da geschahen in der Nacht von Freitag zu Samstag in Paris während des Länderspiels Frankreich gegen Deutschland schreckliche Ereignisse. Schlimme und schreckliche Ereignisse, wie sie fast jeden Tag in vielen Ländern der Welt stattfinden. In dieser Nacht richteten Attentäter bzw. Terroristen ein Blutbad mit über 100 Toten an. Plötzlich waren schlimme Ereignisse wie Bombenexplosionen und Schießereien in unserer „friedlichen“ westlichen Welt angelangt und gingen uns nahe.

An dieser Stelle frage ich mich; warum den Menschen in der westlichen Welt nicht die Anschläge in anderen Ländern der Welt nahe gegangen sind und gehen? Warum es für uns Menschen mehr oder weniger ok ist, daß jeden Tag zig Menschen auf der Welt aufgrund von Unterernährung und darauf basierenden Krankheiten sterben? Warum wir nur mit den Achseln zucken, wenn man von dem Bürgerkrieg in Syren und der Ukraine hört?

Die Antwort dafür ist ganz einfach; diese Sachen geschehen bzw. geschahen bis jetzt nicht in unserer westlichen Welt. Wir in unserer Welt sind sehr behütet in einer Überflussgesellschaft auf Kosten von ärmeren Gesellschaften aufgewachsen.

Und nun plötzlich hat man all diese schrecklichen Ereignisse, welche jeden Tag passieren, in unsere „heile“ westlichen Welt gebracht. Wir spüren nun hautnah, was es bedeutet Angst um das eigene Leben zu haben.

Gegen diese Angst heißt es vorzugehen. Denn gehen wir nicht gegen diese Lebensangst vor, so wird die Angst unser Leben bestimmen und uns an unserer freien Entwicklung im Leben hemmen. Dann hat das Böse gewonnen. Aus diesem Grund schreibe ich in meinen heutigen Freitagsblog meine Gedanken zum Thema „Angst“ nieder. Wann ich Angst hatte und wie ich gegen diese Angst vorgegangen bin bzw. vorgehe.

Ist Angst gut oder schlecht?

Angst vor Etwas zu haben ist erst einmal im Grunde genommen gut. Denn Angst schützt uns davor in Gefahr zu bringen. Aber Angst kann auch sehr schlecht sein. Nämlich dann, wenn Angst so viel von uns ergriffen hat, daß wir uns vor Angst kaum noch rühren können und Angst unser Leben bestimmt. Nimmt umsonst sagt man; es ist Derjenige mutig, welcher Angst vor Etwas hat und es trotzdem tut.

 

Angst in der vergangenen Woche

 

Letzten Freitag Nacht löschten, wie schon oben geschrieben ein paar Arschlöcher, das Leben von über 100 guten Menschen aus. Seitdem herrscht in ganz Europa eine Atmosphäre der Wut, des Mißtrauens und der Angst. Die Sicherheitsbehörden fahren ihre Sicherheitsmaßnahmen hoch und wir Menschen haben Angst; daß Jeder von uns der Nächste sein kann, welcher bei einem Attentat ums Leben kommt. Die Zeitungen stürzten sich natürlich wie verrückt auf dieses Ereignis und gaben damit den Attentätern eine große Bühne, welche sie nicht verdient haben.

Mitte der Woche sollte am 17.11.2015 das Länderspiel Deutschland – Holland in Hannover stattfinden. Dieses Fußballspiel wurde wegen akuter Terrorgefahr kurzfristig abgesagt. Ich persönlich find es sehr schade. Denn durch diese Absage hat man den Terroristen gezeigt, welch große Angst man vor ihnen hat und ihnen damit eine mächtige Waffe in die Hand gegeben. Eine Waffe, welche bei Menschen stärker wirkt als jedes Gewehr oder jede Bombe. Nämlich die Waffe „Angst“. Wenn man Angst bei einem Menschen schürt und diese Angst dann bei dem Menschen auch wirkt, dann hat man diesen Menschen unter Kontrolle.

 

Welche Ängste gibt es und wie gehe ich damit um?

 

Welche Ängste gibt es? Ich zähle gleich eine ganze Menge Ängste auf, welche alle ich schon hatte bzw. noch habe, und ich zeige Euch, wie ich damit umgehe bzw. damit umgegangen bin. Es sind verschiedenste Ängste. Aber Eines haben alle Ängste gemeinsam; es sind Verlustängste.

  • Angst vor Terrorgefahr bzw. daß ich Opfer eines Anschlages werde. Die meisten Menschen haben davor Angst. Ich habe davor keine Angst. Denn ich weiß, daß die Terroristen gewonnen haben, wenn ich vor Ihnen Angst habe. Aber ich habe vor ihnen keine Angst. Denn weiß, daß ich mein Leben gut und genau so gelebt habe bzw. lebe, wie ich es leben wollte und es darum auch lebe. Abgesehen davon sind die Möglichkeiten, daß ich aus dem Leben scheide sehr vielfältig. Da wären mein Tod durch einen Unfall, durch eine Krankheit, durch einen Herzinfarkt oder Schlaganfall, durch einen Flugzeugabsturz und viele weitere Möglichkeiten. Aus diesem Grund habe ich auch keine Angst, bei einem Terroranschlag ums Leben zu kommen. Stattdessen lebe ich lieber fröhlich und frei von Ängsten mein Leben und zeige damit den Terroristen, daß sie es nicht schaffen aus meiner bunten und lebendigen Seele voller Lebensfreude eine schwarze und traurige Seele voller Haß und Wut zu machen. Nein, diesen Triumph gönne ich diesen Menschen nicht!

 

  • Angst, dass ich einmal arbeitslos werde. Ich denke mal, die Meisten von Euch haben auch diese Angst arbeitslos zu werden oder hatten so wie ich diese Angst gehabt. Bis vor rund 18 Jahren hatte ich auch diese Angst arbeitslos zu werden gehabt. Mein damaliger Chef wollte mich wegen einem Fehler kündigen. Heute weiß ich, dass dies damals nicht so einfach gegangen wäre. Damals jedoch wußte ich nicht und ging darum vor ihm, als er mich in der Weihnachtszeit kündigen wollte, auf die Knie. Ganz großer Fehler von mir. Denn seitdem wußte er, daß er es nun mit mir machen konnte. Einige Wochen später war mir dann auch klar, wie sehr er mich nun deswegen in der Hand hat. Ich fragte mich, was er für ein Chef ist, wenn er so mit seinen Angestellten umgeht wie er mit mir umgegangen ist. In mir reifte der Gedanke, daß ich so Etwas nie wieder zulassen werde. Wenig später schaute ich mich darum nach einer neuen Arbeit um und fand diese einige Monate später auch. Seitdem weiß ich, daß ich es nie wieder zulassen werde, daß mich die Angst vor Arbeitslosigkeit lähmt. Denn ich habe erkannt, daß wenn ich gute Fähigkeiten habe und darum gefragt bin, ich niemals arbeitslos werden kann.

 

  • Angst, daß mich meine Partnerin verläßt. Ich denke mal, die Meisten von Euch haben auch schon diese Angst gehabt bzw. haben sie noch. Auch ich hatte diese Angst bis vor einigen Jahren gehabt. Mit der Zeit erkannte ich aber, daß diese Angst unnütze ist. Denn wenn ich einfach nur mein Leben lebe, dabei meine Partnerin an meinen Leben teilhaben lasse und sie nicht mein Leben bestimmen lasse, dann hängt mein Leben auch nicht an dieser Partnerschaft sondern einfach nur an mir. Schade ist nur, daß die meisten Menschen dies nicht verstanden haben. Aus diesem Grund entstehen solch Dramen daß der Ehemann zum Beispiel zuerst seine Ehefrau, welche sich von ihm trennen möchte, umbringt und dann sich selbst umbringt. Und dies Alles nur aus verletzten Stolz heraus und weil man diesen Verlust nicht verkraften kann.

Meine lieben Freunde, dies waren bzw. sind die drei wichtigsten Ängste, welche uns Menschen beherrschen bzw. versuch uns zu beherrschen. Es liegt einfach an uns, ob wir uns von diesen Ängsten beherrschen lassen oder ob wir diese Ängste beherrschen.

Bis vor einer Woche Freitag Abend haben die Menschen am Freitag Abend ihr Wochenende fröhlich begonnen. Seit letzten Freitag Abend ist dieses Fröhlichkeit den Menschen durch die Anschläge verloren gegangen. Laßt es darum nicht zu, daß Euch durch diesen Terror-Wahn Eure Lebensfreude genommen wird. Feiert ausgelassen und fröhlich, als wenn es kein Morgen mehr geben würde.

In dem Sinne „Laßt es krachen“. Hier ein Video als Ausschnitt vom kleinLaut Festival, welches am vorletzten Wochenende stattfand:

2 Kommentare

  1. Hallo Tom,

    ich habe Deinen Blog heute das erste mal besucht und als ich auf der Startseite durch Deine Freitags-Geschichten scrollte, war ich neugierig, was Du am 20. zu den Ereignissen am 13. sagen würdest.

    Ich persönlich habe auch am 20. den zweiten Freitags-Schock erlebt, als die Geiselnahme in Mali in dem Hotel stattfand, in dem ich selbst wohnte, wenn ich in Bamako zu tun hatte. Mal sehen, wo ich das nächste Mal sein werde – und ob überhaupt. Das entscheide leider nicht ich. Ich würde aber immer wieder dorthin reisen. Genauso wie ich mich in Paris zuhause fühle.

    Mich erschreckt der Terror nicht und auch der Krieg nicht. Die Menschheit war immer so, seit der Mensch existiert, bekämpft er seinesgleichen. Von daher finde ich es zwar schlimm, wenn viele Menschen sterben, weil wenige Menschen doofe Ideen haben. Aber analytisch gesehen ist es nicht verwunderlich.

    In den 70er Jahren geboren, begleitet mich Krieg und Terror auch in der westlichen Welt. Die RAF war recht aktiv, als ich Kind war. Ich erinnere mich daran, dass kleine Brandsätze in den Plastikdosen von Negativfilmen versteckt wurden und in Kaufhäusern ausgelegt wurden. Einmal bei Horten hörte ich einen Knall und ein kleines Feuer entstand auf einem dieser großen runden Kleiderständer. Mein Vater zog mich nur aus dem Kaufhaus. Später haben sich die Erwachsenen bei Oma darüber unterhalten, dass Mitläufer der RAF so was machen. Ich war zu klein, um das zu verstehen, kann mich heute nicht mehr gut daran erinnern, habe aber nie vergessen, dass Böse Menschen so etwas tun.

    Meine Schulfreundin ist Irin. Als Simple Minds den Song Belfast Child veröffentlichten, sprach man über den Krieg in Nordirland und den Terror der IRA.
    Eine andere Schulfreundin kam nach den Ferien nicht aus ihrer Heimat im Iran nach Hause, weil der Iran-Irak-Krieg ausgebrochen war. Was war ich froh, als ich sie einige Wochen später wieder sah.

    Als 1989 die Mauer fiel, hatte meine Oma Angst vor einem neuen Krieg, doch die Wiedervereinigung ist ja zum Glück friedlich verlaufen

    Es begleitet uns überall und wir alle kennen Menschen, die Terror und Krieg schon erlebt haben. Deshalb glaubte ich nie, dass es Europa, Deutschland, Hamburg und mich nicht treffen könnte. Und mit Frankreich und Mali hat mich der Terror nun tatsächlich getroffen.

    In mir ist eine Angst, die ich nicht bekämpfe. Ich habe Angst vor dem, was es mit den Menschen macht. Mit Misstrauen, Hass, Oberflächlichkeit, Dummheit, Aggressivität, Egoismus uvm. werden wir in unseren Gesprächen mit Mitmenschen und in den Medien zur Zeit vermehrt konfrontiert. Und wir nehmen es vielleicht persönlicher als sonst, können uns schwerer distanzieren.. Einsamkeit, und das Gefühl nicht verstanden zu werden könnten kommen. Und auch das ist eine Verlustangst. Angst davor, sein früheres Leben zu verlieren. Meine Angst ist erträglich, deshalb lasse ich sie zu. Weil es auch sensibilisiert und zum Nachdenken anregt.

    Mal sehen, was es mit mir macht.
    Lieben Gruß, Polly

  2. Tombloggt Tombloggt

    Hey Polly,

    danke für Deine sehr ausführlichen Kommentar. Ich habe mich darüber sehr gefreut.

    Ja, das mit der Angst ist so eine Sache. Wenn man gut mit dieser Angst umgehen kann und diese Angst nicht irrrational wird; dann finde ich daß Angst eigentlich eine gute Sache ist. denn sie bewahrt uns vor manch bösen Fehler.

    Ich sehe es genau so wie Du, was Du in dem letzten Absatz Deines Kommentars geschrieben hast.

    Gruß Tom

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